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Urlaub in Klein Köris
die Friedenseiche
Kunstmaler Mauermann
Karte von Klein Köris

...und ihre Geschichte




Über die Herkunft und Bedeutung berichtet der Chronist:

Als 1871 der Alptraum des Deutsch - Französischen Krieges für Deutschland und seinen Menschen genommen war, entstand auch bei den Klein Körisern der Wunsch, ihre Freude über den glücklichen Ausgang und ihren Friedenswillen zum Ausdruck zu bringen. Sie beschlossen, eine Friedenseiche zu pflanzen. Doch unter ihnen brach ein Streit darüber aus, wo wohl der würdigste Platz für sie sei. Zwei Parteien bildeten sich, wobei es sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen sein soll.
Die eine Partei war für einen Platz an der Schule (neben dem "Cafe Erika") und die andere für den Platz vor dem Spritzenhausin der Kurve vor der Hafenstrasse.


   




Die Friedenseiche - das Wahrzeichen von Klein Köris. Doch ihre Jahre waren gezählt. Im hohen Alter von etwa 130 Jahren starben ihr langsam die Äste ab. Mit einem Pflegeschnitt wurde dem attraktiven Naturdenkmal 1994 noch einmal die Krone gestutzt, um die Bildung neuen,jungen Holzes anzuregen.
Es half alles nichts, 2002 mußte sie gefällt werden. (Text: Hoffmann)

 
  Die Friedenseiche in der Kurve vor der Hafenstrasse  



Lehrer Großmann schreibt: "Als der feierliche Akt begann, stand das halbe Dorf am Spritzenhaus und das andere halbe Dorf vor der Schule.Jede Partei pflanzt ihre Eiche, und beide Eichen wuchsen ungeachtet des Fluches der Gegenpartei".
Wachen wurden gestellt, damit die jungen Bäumchen nicht mutwilliger Zerstörung durch die Gegenpartei anheim fielen.Dies geschah solange, bis der Grimm sich gelegt hatte, und die Gemeinde die entstandenen Kosten für beide Eichen aus der Gemeindekasse bezahlt hatte.
Zur "offiziellen Friedenseiche" wurde die an der Schule erklärt.
Doch die an der Kurve war an Lebenskraft stärker und setzte sich durch. Über die Jahre entwickelte sie sich zum Wahrzeichen des Dorfes und wurde fortan "Friedenseiche" genannt - auch ohne amtliches Siegel. Sie erlebte die "Schmach der Niederlage" im I.Weltkrieg und überlebte auch den Untergang Deutschlands am Ende des II. Weltkrieges, der sich unter ihren wuchtigen Ästen schicksalhaft noch vollzog.


   




Der Neuaustrieb nach dem radikalen Rückschnitt erfolgte zwar, aber die neuen Triebe waren im darauf folgenden Frühjahr bereits wieder vertrocknet. So erging es dem Neuaustrieb in jedem Jahr, sodass die Blattmasse insgesamt nicht zunahm.
Wahrlich kein gutes Zeichen! (Text: Hoffmann) 
   



Für den Überlebenswillen und die Friedfertigkeit der Klein Köriser stand sie sympolhaft noch viele Jahre und begrüßte viele Gäste und Neubürger, bis sich in den neunziger Jahren die Zeichen des Absterbens mehrten und schließlich der bittere Entschluss gefasst werden musste, sie zu fällen.



   
Schweren Herzens nahmen die Köriser Abschied von ihrem Wahrzeichen,   entschlossen sich aber zugleich, für ihre Eiche einen würdigen Nachfolger zu sichern. 



Der Plan wurde gefasst, aus der maroden Eiche für die Kinder des Kindergartens ein Spielgerät zu bauen, doch als sich die Gelegenheit bot, für die 2003 aus der Taufe gehobene Tradition der alljährlichen Drachenbootrennen auf dem Klein Köriser See ein Symbol zu schaffen, wurde diese Idee verwirklicht.
Die Motorsägenkünstler Thomas Hartmann, Gilbert Biek,Lorenz Tacke, Edgar Krieg und Christian Wehner schufen aus dem Riesen ein Kunstwerk, das nunmehr aufs neue Gäste und Aktive aus nah und fern zum friedlichen Wettkampf begrüßt.

Text: Horst Mahneke, Ortschronist


   
   


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...und so entstand der "Drachenbaum" unter den Händen der Künstler:


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Mit diesem Video danken wir den Schnitzern des Drachenbaumes:



   

Dankenswerterweise wurde mir nach dem Event durch die Herren Schötz und Großmann durch sie aufgenommenes Videomaterial übergeben. Dieses Rohmaterial (50% der Einzelbilder war mit einem eingestanzten Logo eines Softwarherstellers versehen und darüber hinaus in minderer Qualität aufgenommen) habe ich in mühevoller Kleinarbeit aufbereitet und Sie konnten es sich hier anschauen.
Die Idee, die Entstehung des "Drachenbaumes" zeitgerafft aufzunehmen finde ich großartig, und alle, die sich das heute anschauen hätten doppelt so viel Freude, wenn das Ganze nicht in einer so totalen Einstellung und vor allem in besserer Qualität aufgezeichnet worden wäre. Das ist meine Meinung und keine Kritik. Ganz im Gegenteil. Dank an die Spender des Video-Rohmaterials!
H.-W. Hoffmann  
   



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